Internationale Jugendbegegnung in St. Petri

05 Aug

St. Petri Kinder- und Jugendhilfe gGmbH öffnet sich international / Jugendliche aus der Türkei und aus Bremen treffen sich

Bremen-Osterholz. Die St. Petri Kinder- und Jugendhilfe veranstaltet und organisiert mit dem Verein "Diyarbakır Sinema Derneği" aus der Türkei die deutsch-türkisch-kurdische Jugendbegegnung mit dem Titel „Mach dich stark – Kendine güc ver- Xwe hêzdar bikin", die junge Menschen aus Deutschland und der Türkei zusammenbringt. Die Gruppe aus Bremen trifft sich mit der Gruppe aus Diyarbakir (Türkei) erstmals vom 05. bis 14. August in Bremen, im Herbst findet der Gegenbesuch in der Türkei statt. Ziel dieser Jugendbegegnung mit 20 Teilnehmenden ist es, dass sich die Jugendlichen kennenlernen und über Zukunftsvorstellungen austauschen. Für die Jugendlichen wurde ein buntes Programm gestrickt unter anderem mit einem Besuch der St. Petri Kinder und Jugendhilfe gGmbH in der Sudwalderstraße, ein Besuch des Ortsamtsleiters Osterholt-Tenever, Besuch der Jugendberufsagentur, der Hochschule, Kennenlernen des Projektes „Jugend Stärken im Quartier“ und einem gemeinsamen Grillabend im Jugendhaus Tenever. "Ich freue mich schon sehr auf die Begegnung, die wir als St. Petri zum ersten Mal organisieren", sagt Projektleiterin Cemile Tolan.

Die Programme der Jugendbegegnungen bieten den Teilnehmenden viel Abwechslung. Zu Beginn werden Spiele und Sprachanimation für einen lockeren und spielerischen Zugang zueinander sorgen. Zudem werden die Jugendlichen Bremen kennenlernen durch Stadtspaziergänge und Besuche historischer Orte. Für Spaß und positive Gruppendynamik sorgen dabei auch erlebnispädagogische Spiele und Übungen. Sie erarbeiten ihre Wünsche und Stärken in Workshops gemeinsam mit der Gruppe. Sie werden selbstbewusster und eröffnen sich durch die Mobilität einen Einblick in ihre Berufswünsche und Ideen. Die Auslandserfahrungen kommen ihnen, unterstützt durch das Thema, beim Einstieg ins Berufsleben zugute.
"Es ist uns ein Anliegen den jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich selbst besser beziehungsweise auf eine andere Art und Weise kennenzulernen als in ihrem täglichen Umfeld. Die Mobilität trägt dazu bei, dass sie ihre Rolle in einer neuen Gruppe und Umgebung neu definieren. Daher können sie ohne Druck an ihren Zukunftsvorstellungen arbeiten und die Möglichkeit von weiteren Auslandsaufenthalten für sich entdecken", erklärt Cemile Tolan - auch im Namen ihres Teams: Lina Schnabel, Gülsüm Erdogan Akalan, Özgür Akkaya und Sevgi Yusufoğlu. Ziel ist es die jungen Menschen zu motivieren, sich mit ihrer Zukunft auseinanderzusetzen und darüber nachzudenken, welche Perspektiven sie sich über die in ihrem Heimatland bestehenden Bildungsangebote erarbeiten wollen.

Hintergrund:
Die St. Petri Kinder- und Jugendhilfe gGmbH ist ein Jugendhilfeträger mit verschiedenen Jugendhilfeangeboten. Die St. Petri Kinder- und Jugendhilfe gGmbH ist überwiegend im Bremer Osten tätig und Mitglied im Diakonischen Werk. In der Trägerschaft von St. Petri befindet sich das Projekt Jugend stärken im Quartier, mit dem diese Jugendbegegnung umgesetzt wird. Ein Schwerpunkt ist der Berufseinstieg von jungen Erwachsenen (Berufsberatung). Das Programm „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und den Europäischen Sozialfonds gefördert.
Der Verein in Diyarbakir hat das Ziel, jungen Menschen aus Diyarbakir eine Vielfalt von kulturellen Aktivitäten in und um Diyarbakir anzubieten. Mit diesen Aktivitäten möchte der Verein Kindern und Jugendlichen auf lokaler, nationaler und auf internationaler Ebene Möglichkeiten zur Entfaltung ihrer Persönlichkeiten bieten und ihnen eine kunst- und kulturbewusste Lebensart vermitteln.

Das Projekt wird unterstützt von: St. Petri Kinder- und Jugendhilfe, Jugend für Europa Nationalagentur Erasmus + Jugend in Aktion, Deutsch- Türkische Jugendbrücke gGmbH, Children for a better World e.V. , Servicebuero Bremen, Stiftung Umverteilen, Jugendbeirat Osterholz, Gewoba und dem Ortsamt Osterholz.

Text: Regina Bukowski